MEDICA Düsseldorf

Auf der internationalen Medizin-Leitmesse in Düsseldorf konnten Fachbesucher*innen und Politiker*innen das Projekt und seine Mitarbeiter*innen im persönlichen Austausch kennenlernen.

Kooperationen

Nicht nur für Krankenhäuser und Medizinhersteller ebnet SmartHospital.NRW den Weg in die Digitalisierung. Auch für Startups im medizinischen Bereich gibt es spannende und vielfältige Kooperationsmöglichkeiten.

Projektstart 2021

Das vom Land NRW geförderte Forschungsprojekt SmartHospital.NRW hebt das Bundesland mit innovativen KI-Lösungen in eine Spitzenposition im europäischen Gesundheitssektor.

SmartHospital.NRW

Mit Künstlicher Intelligenz das Krankenhaus von morgen gestalten

Mit der Hilfe Künstlicher Intelligenz Patientinnen und Patienten besser behandeln, das Krankenhaus-Personal entlasten und medizinische Prozesse effizienter gestalten – das ist das Ziel des Projekts »SmartHospital.NRW«.

Unter Leitung der Universitätsmedizin Essen erarbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fraunhofer-Institute für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und für Digitale Medizin MEVIS, der RWTH Aachen und der TU Dortmund sowie mit den Partnern GSG und m.Doc Konzepte und Lösungen, wie Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen die eigene Digitalisierung vorantreiben und zu »Smart Hospitals« weiterentwickelt werden können. Durch die ständig wachsende Menge an Gesundheitsdaten wird es möglich, intelligente und personalisierte Anwendungen zur gesundheitlichen Früherkennung, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge zu entwickeln. Vor allem KI-basierte Systeme bergen enormes Potenzial, welches SmartHospital.NRW heben und für Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen nutzbar machen möchte.

Projektziele

Ziele des gemeinschaftlichen Flagship-Projektes der Kompetenzplattform »KI.NRW« sind zum einen, ein flexibles Vorgehensmodell zu erarbeiten, welches auf Krankenhäuser mit unterschiedlichen Digitalisierungsgraden übertragen werden kann und so Lösungen für die gesamte Branche zu bieten. Zum anderen werden innovative, KI-basierte Anwendungen für reale Einsatzszenarien entwickelt und exemplarisch erprobt. Ein wesentlicher Aspekt des Projektes ist dabei, dass diese Anwendungen nicht isoliert entwickelt werden, sondern dass deren zukünftige Translation in die Klinik im Rahmen des Vorgehensmodells und entsprechenden Change Management Prozessen von Beginn an mitgedacht wird.

Intelligente Erstellung und Verarbeitung medizinischer Dokumente

KI-gestützte Gesundheitsdatenanalyse zur Diagnostikunterstützung

Einsatz von Sprachtechnologien im Patientenzimmer und bei der sterilen Bedienung von Computern am Arbeitsplatz

Bei jedem Forschungsschritt steht der Mensch im Mittelpunkt der KI-Entwicklung. KI-basierte Lösungen werden ausnahmslos verantwortungsvoll designt, getestet und zukünftig auch eingesetzt, da sie zum einen mit extrem schützenswerten Daten umgehen müssen und zum anderen Menschen-bezogene Prozesse oder sogar Entscheidungen unterstützen. Entsprechend sorgfältig wird auch das Personal auf einen möglichen Umgang mit dieser Schlüsseltechnologie vorbereitet und geschult, weshalb die Ermittlung von Qualifizierungsbedarfen als Input für zukünftige mögliche Schulungen ebenfalls Teil des Vorhabens ist.

Mit der Einrichtung eines Showrooms an der Universitätsmedizin Essen werden die von den Projektpartnern entwickelten Anwendungen zukünftig einer Fachöffentlichkeit präsentiert und deren klinische Einsatzmöglichkeiten mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Krankenhäuser evaluiert. So können die technischen Voraussetzungen für das intelligente Krankenhaus geschaffen werden, in welchem die Versorgung für Patientinnen und Patienten, die Arbeit der Medizinerinnen und Mediziner sowie die Aufgaben der Pflegefachpersonen stets verbessert werden können.

Die KI-basierten Anwendungen für dieses Vorhaben werden unter der Federführung des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS erarbeitet. Unterstützung bekommt das Flagship-Projekt von der Kompetenzplattform für Künstliche Intelligenz Nordrhein-Westfalen KI.NRW. Unter dem Motto »Flagships powered by KI.NRW« unterstützt das Netzwerk vom Land geförderte, hochinnovative und anwendungsbezogene Projekte mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und hilft dabei, wegweisende Pioniervorhaben auch über die Landesgrenzen hinaus sichtbar zu machen.

 

Pressemitteilung

Die Pressemeldung zum Forschungsprojekt SmartHospital.NRW anlässlich der Überreichung des Förderbescheids.

Gefördert durch:

SmartHospital.NRW auf der MEDICA 2021

Ein großes Interesse am Projekt zeigten die zahlreichen Fachbesucher*innen, Politiker*innen sowie ausstellenden Unternehmen und Projekte auf der Medizinfachmesse MEDICA vom 15. bis 18. November 2021 in Düsseldorf. Auf der internationalen Leitmesse durften wir neben NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Staatssekretär Dr. Edmund Heller, MAGS-Abteilungsleiter Gerhard Herrmann sowie Dr. Kirsten Bender vom NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie bei uns am Stand begrüßen. In zahlreichen persönlichen und intensiven Gesprächen konnten sich Fachbesucher*innen und Aussteller*innen vier Tage lang mit den führenden Köpfen des Projektes networken, konstruktiv austauschen und über das Projekt informieren.

Anwendungsfelder

Krankenhaus

Das SmartHospital.NRW-Projekt stellt Krankenhäuser in den Mittelpunkt einer umfassenden Erhebung von KI-Potentialen und konkreten Anwendungen. Dabei sind die Ziele dreischrittig: Zunächst im Fokus steht die Entwicklung eines KI-Readiness-Checks zur Erhebung des KI-Reifegrads eines Krankenhauses sowie eines Vorgehensmodells, welches für ein Krankenhaus die notwendigen Schritte in Richtung eines SmartHospitals beinhaltet. Zentrales Element des Projekts ist darauffolgend die Entwicklung und Umsetzung von konkreten KI-Anwendungsfällen aus den Bereichen Textverarbeitung, Spracherkennung sowie Sensoranalyse. Abschließend wird auf die organisatorischen und ökonomischen Auswirkung der SmartHospital-Transformation analysiert und wissenschaftlich ein Verstetigungsmodell erarbeitet.

Die Zusammenarbeit mit Krankenhäusern ist dabei von hoher Wichtigkeit für das Projekt und die zukünftige Ausgestaltung von Künstlicher Intelligenz im deutschen Gesundheitssystem. Wir suchen weiterhin Kooperationspartner und interessierte Kliniken – für den Austausch, eine Zusammenarbeit oder gemeinsamen Projekten. Sprechen Sie uns gerne an!

Medizintechnik

Künstliche Intelligenz im Krankenhaus benötigt zwingenderweise Daten, Technik und Schnittstellen. Dabei spielt Medizintechnik eine zentrale Rolle bei der Umsetzung von innovativen Verfahren im Krankenhaus. Gerade im Gesundheitswesen sind Datenqualität, Verfügbarkeit und Risikovermeidung elementar und machen Maschinelle Lernverfahren zu einer Herausforderung. Wir möchten diese Herausforderung annehmen und gemeinsam mit Herstellern kreative Ideen umsetzen. Sprechen Sie uns gerne an!

 

Medizintechnik

Künstliche Intelligenz im Krankenhaus benötigt zwingenderweise Daten, Technik und Schnittstellen. Dabei spielt Medizintechnik eine zentrale Rolle bei der Umsetzung von innovativen Verfahren im Krankenhaus. Gerade im Gesundheitswesen sind Datenqualität, Verfügbarkeit und Risikovermeidung elementar und machen Maschinelle Lernverfahren zu einer Herausforderung. Wir möchten diese Herausforderung annehmen und gemeinsam mit Herstellern kreative Ideen umsetzen. Sprechen Sie uns gerne an!

 

Start-up

Innovative Lösungsansätze und Ideen können die Digitalisierung der Medizin weiter vorantreiben und liefern einen essentiellen Beitrag zum Krankenhaus der Zukunft. Im SmartHospital.NRW-Projekt fördern wir den aktiven Austausch zwischen Start-ups, Forschung und Wirtschaftsunternehmen durch Hackathons, Workshops und Diskussionsrunden. Wir freuen uns auf kreative gemeinsame Sessions.

 

Partnerprojekte

Eine Vielzahl bereits laufender Forschungsprojekte der unterschiedlichen Partner von SmartHospital.NRW bilden die praxisorientierte Grundlage des Flagship-Projektes. Darüber hinaus ermöglichen die beteiligten Organisationen mit gemeinschaftlichen Projekten den reibungslosen und zeitnahen Transfer der Forschungsergebnisse in die Umsetzung.

 

Shadowing

Digitalisierung medizinischer Einrichtungen 

Beim Shadowing werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Krankenhäusern durch Data Scientists aktiv in ihrer täglichen Arbeit begleitet und mittels strukturierter Fragebögen befragt. 

Ziel ist die Identifikation von Potentialen für den Einsatz von Data Science, Big Data und Künstlicher Intelligenz im klinischen Alltag. Im Rahmen von Stakeholder-Workshops werden zunächst vielversprechende Fachbereiche für ein Shadowing ausgewählt.

Die vor- und nachbereitete Vor-Ort-Begleitung ermöglicht die detaillierte Beschreibung von Einsatzmöglichkeiten sowie deren Abhängigkeiten untereinander. Anschließend werden die erhobenen Use Cases in eine Umsetzungs-Roadmap und einen Maßnahmenkatalog überführt, um langfristige positive Veränderungen anzustoßen.

Healthcare Shadowing

Digitalisierung in medizinischen Einrichtungen »mit einem Überblick zum methodischen Vorgehen und den Ergebnissen eines Shadowings«.

AutoPiLoT

Automatisierte leitlinienkonforme Patientenindividuelle Blutprodukt-Zuordnung und smartes Logistikmanagement in der Transfusionsmedizin

In Deutschland werden täglich ca. 15.000 Blutkonserven benötigt. Allein im Universitätsklinikum Essen werden jährlich etwa 45.000 Blutprodukte transfundiert. Der Verbrauch und Bedarf von Blutprodukten kann jedoch von Tag zu Tag erheblich variieren. Es ist notwendig, eine dem Bedarf entsprechende Anzahl von Blutprodukten zur Verfügung zu haben, um eine bedarfsgerechte und zeitnahe Patientenversorgung zu gewährleisten. Gleichzeitig ist ein optimaler Umgang mit den Blutprodukten, die durch eine kurze Haltbarkeit gekennzeichnet sind, ethisch und ökonomisch bedeutend.

Das AutoPiLoT-Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt, das in einer Partnerschaft zwischen dem Institut für Transfusionsmedizin und dem Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin des Universitätsklinikums Essen und der Fachhochschule Dortmund durchgeführt wird. In diesem Rahmen werden KI-basierte Ansätze zur automatisierten, patientenindividuellen Blutprodukt-Zuordnung und zu einem optimierten Logistikmanagement in der Transfusionsmedizin implementiert. Dies beinhaltet:

 

  • Die Entwicklung von Vorhersagemodellen, die den patientenindividuellen, stationsspezifischen, und klinkweiten Verbrauch von Blutprodukten prognostizieren.
  • Die Entwicklung eines Expertensystems, das ärztliches Fachpersonal  bei der leitliniengerechten und patientenindividuellen Blutprodukt-Zuordnung unterstützt.
  • Die Entwicklung eines Empfehlungssystems, das basierend auf individuellen Patienteneigenschaften und historischen Vergleichsfällen weitere Blutprodukte für Transfusionspatienten empfiehlt.

Projektziele AutoPiLoT

Die Projektziele bestehen darin, die Verwendung von wertvollen Blutprodukten zu optimieren, die Patientenversorgung zu individualisieren und verbessern sowie den Zeit- und Arbeitsaufwand des Fachpersonals bei Routineaufgaben zu reduzieren.

Forschungsprojekt LOTTE

Leitsystem zur Optimierung der Therapie traumatisierter Patient*innen bei der Erstbehandlung

Das Projekt LOTTE entwickelt Einsatzszenarien für Künstliche Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen, speziell in der Notfallversorgung. Im Fokus stehen KI-Technologien, die in der Frühphase der Versorgung lebensbedrohlich verletzter Patienten eine schnellere, sicherere und von der persönlichen Erfahrung des Behandlers unabhängigere Entscheidungsfindung ermöglichen.

Der Schockraum eines Krankenhauses ist der zentrale Ort der Versorgung schwerverletzter Personen. Ein eingespieltes Team aus den Gebieten der Unfallchirurgie, Neurologie, Radiologie, Anästhesie, Pflege sowie weiteren Bereichen koordiniert die Aufnahme und Behandlung der Patient*innen. Dabei spielen eine effiziente Kommunikation, übersichtliche Datenlage sowie strukturierte Behandlungsablauf eine wesentliche Rolle. Doch schon vor der Übergabe durch die Notärztin muss auf die Verfügbarkeit aller medizinisch-relevanten Informationen und die Verständigung mit der Leitstelle geachtet werden. Innerhalb des Projektes werden konkrete Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz entwickelt und aus medizinischer, rechtlicher, ökonomischer und technischer Perspektive bewertet.

Bei allen Einsatzmöglichkeiten steht eine Entscheidungsunterstützung des ärztlichen und pflegerischen Personals mit dem Ziel einer verbesserten Behandlungsqualität im Vordergrund. Besonders relevante Szenarien umfassen die automatische Dokumentation der Abläufe im Schockraum durch Methoden des Natural Language Processing (NLU), die Risikoeinschätzung für OP-Komplikationen auf Basis von Registerdaten sowie ein Leitlinien-Interface für den Abgleich der Behandlungsabläufe mit wissenschaftlichen Leitlinien.

LOTTE Whitepaper

Zu den Ergebnissen des Projekts LOTTE wurde das kostenlose Whitepaper »Künstliche Intelligenz im Krankenhaus« veröffentlicht, das Potenziale und Herausforderungen von KI in der Notfallversorgung beleuchtet.

WisPerMed

Wissens- und datenbasierte Personalisierung von Medizin am Point of Care

Dank der zunehmenden Digitalisierung in der Medizin werden immer mehr Daten verfügbar, etwa in elektronischen Patientenakten, durch Laboranalysen oder auch in Behandlungsleitlinien. Eine Herausforderung besteht darin, dass in diesen sehr verschiedenartigen Daten enthaltene Wissen am Behandlungsort für konkrete einzelne Therapieentscheidungen verfügbar und nutzbar zu machen. Existierende klinische Informationssysteme ermöglichen zwar das Sammeln und Speichern wichtiger Informationen, aber in der Regel relativ unstrukturiert und ohne individuelle, kontextbezogene Zusammenstellung der für eine Behandlungsentscheidung relevanten Fakten.

Ziel des Graduiertenkollegs ist die Ausbildung von Nachwuchsforscherinnen und -forschern aus den Fächern Medizininformatik, Informatik, Statistik, Epidemiologie und Psychologie, so dass sie einen ganzheitlichen Überblick über den Forschungsstand zur wissens- und datenbasierten Personalisierung von medizinischen Entscheidungsprozessen erhalten und interdisziplinär neue Methoden entwerfen und prototypisch am Beispiel des malignen Melanoms implementieren lernen. Hierzu werden in neuartiger Weise Methoden aus den Gebieten Informationsextraktion, Wissensrepräsentation mit maschinellen Lernverfahren und Erkenntnissen zur Nutzerinteraktion am Point of Care (PoC) kombiniert. Durch fächerübergreifende Maßnahmen, insbesondere durch Hospitationen in der Hautklinik, werden Verständnisbarrieren zwischen den Disziplinen abgebaut.

Einzigartig für ein Graduiertenkolleg ist die institutionsübergreifende Kooperation zwischen der FH Dortmund, der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen, die auf einer bereits über einen gemeinsamen Studiengang Medizininformatik bestehenden Zusammenarbeit aufgebaut ist. Die Antragstellerinnen und Antragsteller repräsentieren zusammen eine breite Expertise in den Fachgebieten medizinische Informatik, Bioinformatik, Epidemiologie, künstliche Intelligenz, Psychologie, Radiologie und Melanomforschung.

Absolventinnen und Absolventen unseres Programms werden in die Lage versetzt, führende Rollen im Digitalisierungsprozess des Gesundheitswesens einzunehmen und mit Hilfe von Verfahren der künstlichen Intelligenz Behandlungswege unter Berücksichtigung der direkten Rückmeldung und Erfahrung der behandelnden Ärztinnen und Ärzte weiter zu verbessern.

DFG Graduiertenkolleg WisPerMed

Weitere Informationen zum Nachwuchs-Gemeinschaftsprojekt der FH Dortmund, der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen finden Sie auf der Projekt-Website.

NeoSmartNest

Lagerungs- und Monitoringsystem für Frühgeborene

In Deutschland werden etwa 9% aller Neugeborenen (Jahr 2016) vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren und gelten damit als Frühgeborene. Weltweit werden jährlich 15 Millionen Babys zu früh geboren. Auf den neonatologischen Intensivstationen sind die Frühgeborenen einer Vielzahl unphysiologischer Reize ausgesetzt, wie z.B. grelles Licht, Lärm und Schmerzreize, auf welche die Frühgeborenen mit vermehrter Stressreaktion reagieren, welche wiederum ihre Entwicklung beeinträchtigt. 

Lagerungsbedingt haben die Frühgeborenen ein erhöhtes Risiko für Dekubitus und Schädeldeformitäten. Die Vielzahl an diagnostischen Kabeln neben therapeutisch notwendigen Schläuchen und Sonden erschwert die Pflege und beeinträchtigt die Eltern-Kind Bindung, unter anderem durch das aufwendige Handling für das Känguruhen auf der elterlichen Brust. Sowohl das Entfernen der Elektroden, als auch die lokale Hauttemperaturerhöhung durch aktuell verwendete Sensoren können aufgrund der unreifen Haut schwerwiegende Hautverletzungen hervorrufen, die in der Akutsituation zu Schmerzen und Infektionsrisiko führen und langfristig als dauerhafte Narben sichtbar bleiben.

Ziel des Projektes ist es, einen modularen Prototypen zu entwickeln, der sowohl die Lagerung, als auch das Monitoring, die entwicklungsfördernde Pflege der Frühgeborenen und die Möglichkeiten des Eltern-Kind-Bondings optimiert. Hierzu werden eine sensorische Lagerungsmethode sowie »Smart Textiles« entwickelt, über welche die Vitalparameter erfasst werden und damit die Anzahl an diagnostischen Kabeln reduziert werden können. Dem Lagerungsmodul soll Aktorik, z.B. zur sanften Umlagerung sowie entwicklungsfördernde, möglichst intrauterinen Reizen entsprechende Stimuli, integriert werden. Hierüber sollen ebenfalls elterliche akustische Stimuli eingebaut werden, um Eltern wie Frühgeborenen neben dem Känguruhen weiteres Bonding zu ermöglichen.

Projektziele NeoSmartNest

Ziel ist eine angenehme und störungsarme Umgebung, in der sich die Sinne und Babys gesund entwickeln können und die kleinen Körper keinem Lärm, Temperaturunterschieden oder unnötigen Interventionen ausgesetzt sind.

Enterprise Innovation Campus

Kreativer Freiraum für Innovationen abseits vom Tagesgeschäft

Co-Working im Rahmen eines »Enterprise Innovation Camps« ist ein agiles Format für Innovation und Wissenstransfer. Abseits vom Tagesgeschäft können innovative Ideen und kreative Wege zur Erschließung neuer Märkte und Technologien entwickelt werden.

Innerhalb des Campus erkunden und entwickeln Domänenexpert*innen gemeinsam mit Wissenschaftler*innen die technische Umsetzung ihrer Ideen zu den Prototypen oder Proof-of-Concept. Der Wissenstransfer steht dabei im Mittelpunkt.

Sie möchten sich am Markt als Innovationsführer im Bereich Künstliche Intelligenz etablieren? Das Enterprise Innovation Campus Programm bietet dafür neben Innovation, Agilität, Teamwork und Interdisziplinarität eine hohe Fachkompetenz und die Möglichkeit zur Weiterbildung. Der Medical NLU.Campus beispielsweise ist eine spezialisierte Ausprägung dieses erfolgreichen Konzeptes mit besonderem Anwendungsschwerpunkt von NLU-Methoden im Bereich Healthcare. 

Medical NLU.Campus

Der Medical NLU.Campus wurde im Rahmen der Bekämpfung der Corona-Pandemie spezifisch für Projekte im Gesundheitswesen entwickelt.

Ansprechpartner

Dr. med. Anke Diehl

Konsortialführung
Universitätsmedizin Essen

Dr. rer. nat. Jil Sander

Projektleitung
Universitätsmedizin Essen

 

M.Sc. Dario Antweiler

Projektleitung
Fraunhofer IAIS

Projektpartner

Konsortialführer

Universitätsmedizin Essen

Die Universitätsmedizin Essen (UME) ist eine universitäre Einrichtung der Spitzenmedizin und verfügt über eine hochwertige IT-Infrastruktur sowie ein neu gegründetes Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin (IKIM). Die UME ist u.a. Partner im SMITH-Konsortium der Medizininformatik-Initiative. Ihr Datenintegrationszentrum (DIZ) arbeitet personell, räumlich und inhaltlich unter dem Dach des IKIM eng mit dem Entwicklerteam der »Smart Hospital Information Platform« (SHIP) zusammen. SHIP stellt webbasierten Applikationen eine Integration in die IT-Infrastruktur der UME sowie Zugriff auf Daten aus klinischen Subsystemen zur Verfügung.

Partner

Fraunhofer IAIS

Das Fraunhofer IAIS ist eines der international führenden Wissenschaftsinstitute auf den Gebieten KI und Maschinelles Lernen. Ein Fokus des Instituts liegt auf der Entwicklung von tragfähigen, nachhaltigen und auf Data Science bzw. Maschinellem Lernen basierenden Lösungen für medizinische Anwendungen und Einrichtungen. Technologien wie Natural Language Understanding, Spracherkennung und -steuerung sowie die integrierte Analyse von heterogenen klinischen Daten stehen im Mittelpunkt.

RWTH Aachen

Das Institut für Technologie- und Innovationsmanagement der RWTH Aachen (TIM) erforscht (digitale) Innovationsaktivitäten aus strategischer, organisatorischer und psychologischer Perspektive mithilfe eines breiten Spektrums empirischer Forschungsmethoden. Das Institut steht für exzellente, international sichtbare Innovationsforschung und die Überführung der Erkenntnisse in anwendungsorientierte Drittmittel-, Beratungs- und Schulungsprojekte. Seit mehr als 10 Jahren ist das Gesundheitswesen ein zentraler Forschungskontext mit Projekten und hochrangigen Publikationen u.a. zur Adoption und Wirkung von Informationstechnologien, der Gestaltung kollaborativer Innovationsprozesse, der Orchestrierung komplexer Behandlungsprozesse und dem Umgang mit Fehlern.

TU Dortmund

Das Arbeitsgebiet Datentechnik der Technischen Universität Dortmund kann auf Expertise aus den Bereichen der Signalverarbeitung und des maschinellen Lernens zurückgreifen. Zur Anwendung kommen Algorithmen zur Signalseparation, Klassifikation, sowie zu überwachtem und unüberwachtem Lernen. Die aufgeführte Methodik wird unter anderem bereits auf biomedizinische Signale angewandt. Für das Training von datenintensiven neuronalen Netzen kann zudem auf ein Cluster zurückgegriffen werden, welches auf Keras und Tensorflow basiert.

Fraunhofer MEVIS

Fraunhofer MEVIS ist eine international anerkannte Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der medizinischen Datenverarbeitung und beschäftigt aktuell ca. 100 Wissenschaftler*innen. Eingebunden in ein Netzwerk aus klinischen und akademischen Partnern ist es maßgeblich bei der Entwicklung neuartiger Verfahren der KI-Bildanalyse, vor allem im Bereich Deep Learning beteiligt und entwickelt praxistaugliche Softwaresysteme für die bild- und datengestützte Früherkennung, Diagnose und Therapie. MEVIS und UME arbeiten seit nunmehr drei Jahren gemeinsam mit Industriepartnern an der Vernetzung der Diagnostik mit allen relevanten Informationsquellen. Dabei werden Ergebnisse aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz für die Analyse von Bildern und klinischen Daten in den Arbeitsablauf integriert und den Anwender*innen eine intuitive, assistierte Befundung ermöglicht.

GSG Consulting GmbH

Die GSG ist ein seit über 26 Jahren im deutschen Gesundheitswesen tätiges Software- und Beratungsunternehmen. Mit dem interdisziplinären Team aus Gesundheitsökonom*innen, Mathematiker*innen, Ärztinnen und Ärzten sowie Softwareentwickler*innen kann auf eine langjährige Erfahrung im Bereich der Massendatenverarbeitung, -auswertung und -visualisierung von medizinischen Krankenhausdaten zurückgegriffen werden.

m.DOC

Die m.Doc Plattform verbindet Informationen aus den verschiedenen IT-Systemen in Arztpraxis, Krankenhaus, Rehaklinik und der Kostenträger. Patient*innen werden in bestehende IT-Infrastrukturen eingebunden – offene Schnittstellen ermöglichen den Datenaustausch auf höchstem Sicherheitsstandard. Die existierende m.Doc Plattform erfüllt die Anforderungen an Recht und Datenschutz im Kontext professioneller Gesundheit.

Assoziierte Partner

Für die praxisnahe Entwicklung der Forschungsergebnisse entwickeln die Partner von SmartHospital.NRW vielfältige Projekte oder bringen bereits laufende Forschungsprojekte in das Flagship-Projekt mit ein.

 

ruhr:HUB

Die ruhr:HUB GmbH ist eine Initiative von sechs Städten des Ruhrgebiets und dem Wirtschaftsministerium NRW. Wesentliche Ziele des Projektes ist die aktive Unterstützung von regionalen (digitalen) Start-ups in der Gründungs- und Wachstumsphase sowie die Initiierung von Impulsen für die digitale Transformation von KMU und Konzernen. Hierbei liegt der Fokus vor allem auf der methodischen Unterstützung von Innovation sowie der zielgerichteten Vernetzung beider Seiten miteinander.

Deutsche Telekom Clinical Solutions GmbH

Die Deutsche Telekom Clinical Solutions GmbH bietet ein großes Portfolio an eigenen innovativen Gesundheitstechnologien inklusive einem eigenen Krankenhausinformationssystem, eigenen App-Entwicklungen sowie einer Healthcare-Cloud. 

Neben der Teilnahme am Lenkungskreis und relevanten Veranstaltungen unterstützt das Unternehmen durch Öffentlichkeitsarbeit, Speaker Placement sowie Networking im eigenen hochkarätigen Fachnetzwerk.   

Docs in Clouds GmbH

Die Docs in Clouds GmbH verfügt über eine große Kompetenz im Bereich Telemedizin (Pflege und ärztlicher Versorgung), bei der Entwicklung medizinischer Ingenieursdienstleistungen sowie in der Entwicklung von medizintechnischen Innovationen und verfügt über ein großes Netz an betreuten Einrichtungen (Arztpraxen, Krankenhäuser, Senioren- und Pflegeheimen) und Firmenkunden.  

Neben der Teilnahme am Lenkungskreis und relevanten Veranstaltungen stellt Docs in Clouds die prototypischen Entwicklungen des Projektes bei ausgewählten Einrichtungen und Kunden des Unternehmens vor.

OR.NET e.V.

Der Verein OR.NET e.V. wurde gegründet, um mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien eine standardisierte, sichere Gerätekommunikation zu ermöglichen. Der SDC Standard soll durch den Verein weiterverbreitet werden, damit immer mehr medizintechnische Geräte und IT-Systeme angeschlossen und automatisch erkannt werden können.

Wesentliche Aufgaben liegen in der Prüfung der Integration der SDC Standards bei der SmartHospital.NRW Entwicklung sowie Networking und Vorstellung der Entwicklungen bei den eigenen Firmenmitgliedern.

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Die Kompetenzplattform KI.NRW ist die zentrale Anlaufstelle für Künstliche Intelligenz in Nordrhein-Westfalen 

Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) hat im Dezember 2018 die Kompetenzplattform für Künstliche Intelligenz (KI) KI.NRW ins Leben gerufen, um die Kompetenzen im Bereich KI zu bündeln, zu stärken und weiter auszubauen. Ziel ist es, den Transfer von KI aus der Spitzenforschung in die Wirtschaft zu beschleunigen, eine Leitregion für berufliche Qualifizierung in KI aufzubauen und Impulse im gesellschaftlichen Dialog zu setzen. Dabei stellt KI.NRW die Menschen und ihre ethischen Grundsätze in den Mittelpunkt der Gestaltung von Künstlicher Intelligenz.

Flagships powered by KI.NRW

Mit der Dachmarke »Flagships powered by KI.NRW« unterstützt die Kompetenzplattform vom Land geförderte Vorhaben als KI-Leuchtturmprojekte, um einen effizienten Technologietransfer und die enge Zusammenarbeit von Mittelstand, Start-ups, Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in NRW zu unterstützen. Unter der strategischen Schirmherrschaft von KI.NRW begleitet die Kompetenzplattform die Vorhaben kommunikativ und positioniert den KI-Standort NRW durch die Vermarktung der Ergebnisse auf europäischer Ebene. Dabei liegt ein Fokus auf dem nachhaltigen Transfer und der Weiterverwertung der Projektergebnisse.

Patient*innen und Personal im Zentrum der KI-Entwicklung

Das KI.NRW-Flagship SmartHospital.NRW gliedert sich eng an die strategischen Ziele der Kompetenzplattform KI.NRW an. Bei Smart.Hospital.NRW steht der Mensch im Mittelpunkt der KI-Entwicklung. KI-basierte Lösungen müssen ausnahmslos verantwortungsvoll designt, getestet und zukünftig auch eingesetzt werden, da sie zum einen mit extrem schützenswerten Daten umgehen müssen und zum anderen Menschen-bezogene Prozesse oder sogar Entscheidungen unterstützen. Zwangsläufig muss auch das Personal auf einen möglichen Umgang vorbereitet und entsprechend geschult werden, weshalb die Ermittlung von Qualifizierungsbedarfen als Input für zukünftige mögliche Schulungen ebenfalls Teil des Vorhabens ist.

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Die Kompetenzplattform KI.NRW ist die zentrale Anlaufstelle für Künstliche Intelligenz in Nordrhein-Westfalen 

Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) hat im Dezember 2018 die Kompetenzplattform für Künstliche Intelligenz (KI) KI.NRW ins Leben gerufen, um die Kompetenzen im Bereich KI zu bündeln, zu stärken und weiter auszubauen. Ziel ist es, den Transfer von KI aus der Spitzenforschung in die Wirtschaft zu beschleunigen, eine Leitregion für berufliche Qualifizierung in KI aufzubauen und Impulse im gesellschaftlichen Dialog zu setzen. Dabei stellt KI.NRW die Menschen und ihre ethischen Grundsätze in den Mittelpunkt der Gestaltung von Künstlicher Intelligenz.

Flagships powered by KI.NRW

Mit der Dachmarke »Flagships powered by KI.NRW«unterstützt die Kompetenzplattform vom Land geförderte Vorhaben als KI-Leuchtturmprojekte, um einen effizienten Technologietransfer und die enge Zusammenarbeit von Mittelstand, Start-ups, Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in NRW zu unterstützen. Unter der strategischen Schirmherrschaft von KI.NRW begleitet die Kompetenzplattform die Vorhaben kommunikativ und positioniert den KI-Standort NRW durch die Vermarktung der Ergebnisse auf europäischer Ebene. Dabei liegt ein Fokus auf dem nachhaltigen Transfer und der Weiterverwertung der Projektergebnisse.

Patient*innen und Personal im Zentrum der KI-Entwicklung

Das KI.NRW-Flagship SmartHospital.NRW gliedert sich eng an die strategischen Ziele der Kompetenzplattform KI.NRW an. Bei Smart.Hospital.NRW steht der Mensch im Mittelpunkt der KI-Entwicklung. KI-basierte Lösungen müssen ausnahmslos verantwortungsvoll designt, getestet und zukünftig auch eingesetzt werden, da sie zum einen mit extrem schützenswerten Daten umgehen müssen und zum anderen Menschen-bezogene Prozesse oder sogar Entscheidungen unterstützen. Zwangsläufig muss auch das Personal auf einen möglichen Umgang vorbereitet und entsprechend geschult werden, weshalb die Ermittlung von Qualifizierungsbedarfen als Input für zukünftige mögliche Schulungen ebenfalls Teil des Vorhabens ist.

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